Aus MDM wird EMM – Gartner Magic Quadrant 2014

Aus MDM wird EMM – Gartner Magic Quadrant 2014

Am Dienstag, den 03. Juni 2014 veröffentlichten die Analysten von Gartner die Ergebnisse des aktuellen „Magic Quadrant for Enterprise Mobility Management (EMM) 2014“. Analog zur Entwicklung des Marktes im letzten Jahr wurde der Schwerpunkt des Reports vom reinen Mobile Device Management (MDM) auf das Enterprise Mobility Management (EMM) erweitert.

Definition von EMM

Laut Gartner sind die Kernfunktionen einer EMM Suite:

  • Inventarisierung von Hard- und Software
  • Konfigurationsmanagement des Betriebssystems
  • Verteilung mobiler Apps
  • Mobile App Konfiguration und Richtlinien-Management
  • Ferneinsicht und Fernwartung
  • Mobiles Content Management

Seit drei Jahren befinden sich die selben fünf Anbieter im Leaders Quadrant: AirWatch, MobileIron, Citrix, Good Technology und IBM. Die einzige Ausnahme bildet hierbei SAP, die sich nicht im Leaders Quadrant etablieren können und dadurch wieder in den Challenger Quadrant wechseln. Dies ist auf die Unvollständigkeit des MDM in Bezug auf das Zertifikatsmanagements und einer Folge von instabilen Mobile Secure Releases zurückzuführen. Auch Konsolidierungen rücken immer mehr in den Vordergrund: vier der fünf Anbieter im Leaders Quadrant haben bereits andere Anbieter übernommen, um mit der Veränderung des Marktes von MDM zu EMM zu wachsen. Dies hat auch die Kriterien für den Magic Quadrant verändert und somit ist die Anzahl der Anbieter im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken.[1] Die folgende Grafik zeigt den Gartner Magic Quadrant 2014 für Enterprise Mobility Management Suites:

Gartner Magic Quadrant EMM_06-2014

Ausblick und Trends

Der Bericht beinhaltet einige Trends, welche Veränderungen im EMM Markt hervorrufen werden:

EMM Käufer wechseln zu End-User-Computing (EUC)

EUC bindet den Endnutzer in den Entwicklungsprozess mit ein. Mit Hilfe von EUC kann dieser sich mit keinen oder geringen Programmierkenntnissen ein EMM nach eigenen Ansprüchen zusammenbauen. EUC ermöglicht somit ein EMM nach dem Baukasten-Prinzip.

Mobile Application Management

Nicht alle Sicherheitsanforderungen können über Mobile Plattformen abgedeckt werden, deswegen ist es für manche Unternehmen notwendig, ihre Anforderungen per App nachzureichen. Eine Sicherheitsrichtlinie, die über eine App implementiert wurde, schützt das Unternehmen auch nach einem Update der Mobilen Plattform und das neue OS muss nicht sofort auf diese Lücke getestet werden.

Software as a Service (SaaS) von Organisationen bevorzugt

Die stetige Entwicklung der Mobilen Technologie erfordert hohe Aufwände des eigenen IT-Teams bei Nutzung einer On-Premise-Lösung. Um diese zu minimieren und den maximalen Support für die neusten Technologien zu gewährleisten, entscheiden sich immer mehr Organisationen für SaaS-Lösungen. SaaS umfasst bereits einen Marktanteil von 20% mit einer steigenden Tendenz in den nächsten Jahren.

Mehr Fokus auf Datenschutz

Die größte Sorge der Konzerne im Bezug auf Mobilität ist der Datenschutz. Während dieser momentan noch über ein Device- und Application-Management gewährleistet wird, werden sich Unternehmen in Zukunft vermehrt auf Technologien wie das „Digital Rights Management“ (DRM) und „Identity and Access Management“ (IAM) fokussieren.  Infolge dessen werden EMM Anbieter eigene DRM-Technologien anbieten oder über Drittanbieter integrieren. Die Integrierung von IAM in EMM ist unwahrscheinlich, stattdessen werden enge Kooperationen zwischen beiden Systemen entstehen.

Unified Endpoint Management

Der Wechsel der IT-Verantwortlichen in Richtung EUC wird auch den Hang zu einer einheitlichen Lösung für Endgeräte jeglicher Art wachsen lassen. Gartner beschreibt den Prozess in drei Stufen: Angefangen mit der aktuellen Ausgangslage von unterschiedlichen Tools für Mobile- und Client-Management über Tools von einem einzigen Anbieter bis hin zu einem einzigen Tool für eine ganzheitliche Endgeräteverwaltung.

Fazit

Die letzten Jahre zeigen deutlich, dass eine Konsolidierung für viele der Unternehmen notwendig ist, um die schnelle Veränderungen des Marktes umzusetzen und sich im Magic Quadrant zu etablieren. So ist die Anzahl der Unternehmen im Magic Quadrant von 23 Vendors im Jahr 2011 zu 14 im aktuellen Jahr gesunken. Dieser Trend unter den Anbieter wird sich fortsetzen, damit diese den verstärkten Fokus auf End-User-Computing in Zukunft bieten können.

Quellen:
[1] Gartner „Magic Quadrant for Enterprise Mobility Management Suites“, 3. Juni 2014

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