Connected Cars – Android und iOS als In-Car-Lösungen

Connected cars

Android ist momentan das dominierende mobile Betriebssystem auf dem Smartphone-Markt. Ende letzten Jahres stieg der Anteil laut IDC auf knapp über 80 Prozent.[1] Damit ist auch verständlich, was jetzt bei der CES in Las Vegas vorgestellt wurde: Audi, GM, Google, Honda, Hyundai und NVIDIA haben sich zur Open Automotive Alliance (OAA) zusammengeschlossen. Das Ziel dieser Allianz ist die bessere Anbindung von bestehenden Android-Smartphones in Fahrzeug-Systeme und die Entwicklung einer angepassten Android-Version, die als Basis künftiger Infotainment-Systeme dienen soll. Bis zum Ende des Jahres soll das Android-Betriebssystem stärker als bisher in Fahrzeugen integriert werden. Die Kunden sollen künftig die Funktionen und vor allem die Vielfalt der Apps vorfinden, die sie auf mobilen Android-Systemen bereits gewohnt sind.

Apple und Google mit In-Car-Plänen

Im Juni vergangenes Jahr kündigte Apple bereits ein bevorstehendes Feature für die eigene iOS-Software an: iPhone-Nutzer sollen zukünftig mit kompatiblen Geräten Zugriff auf In-Car-Dashboard-Systeme erhalten. Nach dem einsteigen in das Auto, verbindet sich das iPhone 5 direkt mit dem Infotainment-System des Autos, dadurch kann man auf die iOS-Anwendungen zugreifen, die auf dem Display des Navigationssystems angezeigt werden. Dadurch soll über das Dashboard ein Zugriff auf einige iOS-Funktionen, einschließlich Karten, Messaging, Musik und mehr möglich sein.[2] Die iOS-Funktionen sind noch nicht verfügbar, jedoch sagt Apple, dass es „bald“ soweit sein wird. Außerdem deuten Gerüchte darauf hin, dass sie Teil der nächsten iOS-7-Software sein könnten.[3] Darüber hinaus hat Apple folgende Automobilpartner bekanntgegeben, die iOS in den Autos unterstützen möchten: Honda, Mercedes-Benz, Nissan, Ferrari, Infiniti, Kia, Hyundai, Volvo, Acura, Jaguar, Opel und Chevrolet.
In-Car-iOS-Features sind bereits in einigen Fahrzeugen, darunter Chevrolet Spark,  und Sonic Autos, vorhanden. Beide Hersteller bieten die Möglichkeit, das Feature „Siri Eyes Free“ optional in den Fahrzeugen nachzurüsten. Die Fahrer drücken auf einen Knopf auf dem Lenkrad und können damit auf iPhone-basierte Sprachbefehle zugreifen.[4] Die neue A-Klasse von Mercedes-Benz bietet als erstes Auto eine Schnittstelle an, mit der sich Apple-Geräte voll in das Entertainment-System des Fahrzeuges integrieren lassen.[5]

Auf dem Weg zu Connected Cars

Der Markt für In-Car-Computer-Systeme wächst ziemlich schnell, zum Teil aufgrund der Popularität von mobilen Geräten und mobiler Software. Diese haben die meisten der heutigen In-Car-Systeme in Funktionalität und Design weit übertroffen. Daraus resultiert das enorme Potential der mobilen Betriebssysteme, wenn sie den Sprung ins Auto schaffen. Google und Apple sind natürlich nicht die einzigen Hersteller, die sich mit dieser Technologie auseinandersetzen. Blackberry QNX OS ist schon länger die Grundlage für viele In-Car-Systeme.[6] Jedoch haben Apple und Google einen Vorteil aufgrund der Breite und Größe der beiden Android-und iOS-Ökosysteme, die bereits aus Millionen von Anwendungen und Dienstleistungen bestehen.

Ausblick

Das Integrieren von Android- und iOS-Betriebsystemen in Fahrzeugen wird die Konkurrenz zwischen Google und Apple vergrößern. Außerdem ist dieser Schritt eine bedeutende Gelegenheit für beide Unternehmen, um ihre Marktüberlegenheit weiter auszubauen und ihre jeweiligen Ökosysteme zu stärken. Das Jahr 2014 könnte also ein interessantes Jahr in der Welt des In-Car-Infotainment sein und wir kommen dem Traum von Connected Cars ein weiteres Stück näher.

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