Mobile World Congress 2015 im Rückblick

iOS 8 Business Features für Unternehmen

Mobile World Congress 2015 im Rückblick

Traditionell trifft sich zu Beginn des Jahres die internationale mobile Informations- und Telekommunikationstechnologie Branche in Barcelona. Fast 1.500 Firmen aus 200 Ländern haben in diesem Jahr wieder die neuesten Technologien und Innovationen vorgestellt.

Die Topthemen der Messe waren unter anderem neue Smartphones sowie Tablets, Fitnessbänder, Virtual-Reality-Brillen, faltbare Tastaturen, Internet of Things, Connected Cars, Wearables uvm…

Enterprise Mobility und die neuen Devices

EMM-Lösungen waren auch in diesem Jahr eines der wichtigsten Themen der MWC 2015.

BES12 Cloud

Blackberry kündigte im Rahmen des Mobile World Congress 2015 in Barcelona neue Enterprise-Cloud-Server und Software für iOS sowie Android an. Künftig kann der Business-Server auch bei Blackberry gemietet werden, ohne dass ein Unternehmen einen eigenen Server aufsetzen muss. Die BES12 Cloud ist kompatibel mit Blackberry 10, iOS, Android und Windows Phone [1]

Windows 10 Universal Apps Platform

Eine App für alle Windows-Geräte: Das ist das Ziel der neuen Windows 10 Universal App Platform. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona wurden erste Einblicke in diese Plattform gegeben. Mit Windows 10 wird es einen einheitlichen App Store für PC, Laptop, Tablet, Smartphone, HoloLens, Surface Hub und IoT-Geräte, wie Raspberry Pi 2 geben.

http://blogs.windows.com/buildingapps/2015/03/02/a-first-look-at-the-windows-10-universal-app-platform/

Samsung Galaxy S6 und S6 Edge

Zu Beginn des MWC 2015 präsentierte Samsung das neue Smartphones Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge. Das zweite Modell Galaxy S6 Edge, verfügt über ein über den Rand des Gerätes gebogenes Display. Als Betriebssystem setzt Samsung auf Android 5.0. Beide Geräte können ab April weltweit erworben werden.

http://www.samsung.com/de/promotions/galaxy/

LG Smartwatches

Auch der südkoreanische Hersteller LG nutzte den MWC 2015 für die Vorstellung neuer Produkte, unter anderem zweier Smartwatches. Eine basierend auf Android Wear und die andere auf dem hauseigenen webOS. Beide hören auf den Namen LG Watch Urbane, das webOS-Modell trägt den Zusatzname „LTE“, was auf den gleichnamigen Mobilfunkstandard hinweist und bietet somit zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise eine Telefonfunktion.

http://www.lg.com/global/gwatch/index.html

Mobile Commerce

Trendthema in Barcelona waren außerdem das digitale Bezahlen und Wearables, darunter versteht man eine am Körper tragbare Technik wie beispielsweise Fitness-Armbänder oder Datenbrillen (Google Glass).

Mobiles Bezahlen mit Samsung Pay

Mobile Payment stellt einen immer wichtigeren Pfeiler für Mobile Commerce dar. Es gibt schon eine Reihe von Mobile Payment Lösungen, jedoch konnte sich bisher noch keine in der breiten Masse durchsetzen.

Samsung will dem mobilen Bezahlen durch den eigenen Service „Samsung Pay“ zum Erfolg verhelfen. Samsung Pay funktioniert mit NFC, unterstützt aber auch Magnetic Secure Transmission (MST). MST gaukelt einem NFC inkompatiblen Terminal vor, dass eine Kreditkarte durchgezogen wurde. Mit einer Wischgeste am unteren Rand des Displays des S6 oder S6 Edge wird die Bezahl-App geöffnet. Hat man die Karte ausgewählt, mit der man bezahlen möchte, wird die Transaktion über den Fingerscanner auf dem Homebutton bestätigt. Anschließend wird das Telefon an das Kartenterminal gehalten und ein entsprechendes Signal simuliert das Durchziehen der Karte [2]

Mobile Security

Mobile Security stand auch auf dem MWC auf der Tagesordnung – gerade im Hinblick auf BYOD-Szenarien wurden viele Security-Lösungen vorgestellt.

Goods EMM-Lösungen für Wearables

Goods EMM-Lösung „Good Dynamics Secure Mobility Platform“ unterstützt nun auch Smartwatches, Fitness Tracker und andere mit dem Internet verbundene Geräte. Nach Bekanntgabe des Enterprise-Mobility-Spezialist Good Technology auf dem Mobile World Congress in Barcelona können Nutzer mithilfe eines SDK sichere Wearables-Apps entwickeln – die eine Vielzahl von Funktionen mitbringen, beispielsweise die Verwaltung mobiler Identitäten sowie Access Management mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zusätzlich bietet Good die Möglichkeit, einen Fitness Tracker oder eine Smartwatch zu nutzen, um den Zugriff auf Good Work oder jede andere durch Good gesicherte App freizugeben, die auf einem Smartphone installiert ist [3].

Neues Betriebssystem PrivateOS 1.1

Mit einer neuen Version von PrivateOS und zusätzlichen Dienstleistungen will Silent Circle sein Angebot für die sichere Kommunikation mit mobilen Geräten im Unternehmensbereich ausweiten. Zudem soll es 2015 das Blackphone 2 und ein Tablet geben.

Die als Silent Spaces bezeichnete Infrastruktur kann je nach Bedarf von Administratoren in Unternehmen verwaltet werden. Die dazugehörige Software erhält den Namen Silent Manager. Über den Silent Store sollen sich nur umfangreich geprüfte Apps installieren lassen. Dessen Mobile-Device-Management-Lösungen kann später auf die Zusammenarbeit mit Silent Manager angepasst werden [4].

Mobile Health

Oral-B App und Bluetooth Zahnbürste

Oral-B, die weltweit bekannte Zahnpflege-Marke hat die neueste Technologie für elektrische Zahnbürsten und Apps von Oral-B vorgestellt, die die Nutzung von App und Bluetooth-Zahnbürste die Putzdauer deutlich erhöhen und die Zahngesundheit verbessern sollte. Das Update der Oral-App stellte einen weiteren Schritt in Richtung Personalisierung der Zahnpflege dar.

http://www.oralb-blendamed.de/de-DE/smartseries-app

Huawei Smartwatch

Der Smartphone-Hersteller Huawei hat zum MWC seine erste eigene Smartwatch mitgebracht. Auf ihrer Unterseite sitzt ein Pulsmesser, mit dem Nutzer ihren Gesundheitszustand via Google Health festhalten können.

Neben der „Watch“ hat der Hersteller auch die zweite Version seines Talkbandes gezeigt – ein Headset, welches man auch als Fitness-Armband am Handgelenk tragen kann.

http://consumer.huawei.com/minisite/worldwide/huawei-watch/

 

Die Gewinner des IoT / M2M Innovation World Cup 2014/15

Mehr als 400 Unternehmen aus 70 Ländern beteiligten sich am IoT/M2M Innovation World Cup, einem Wettbewerb für Unternehmen aus der Internet-of-Things-Welt. Auf dem Mobile World Congress 2015 wurden die Sieger vorgestellt.

Kategorie: Industrie 4.0

Pro Glove, das Sieger-Produkt in der Kategorie Industrie 4.0, ist ein intelligenter Handschuh für das Arbeiten in der Produktion. Durch eine Reihe von eingebauten Sensoren unterstützt der Pro Glove den Arbeiter. So ist zum Beispiel ein RFID-Scanner integriert. Arbeitsstücke müssen somit nicht mehr extra gescannt werden, sondern das macht der Handschuh automatisch.

Kategorie: Mobilität

Cobi, Gewinner der Kategorie Mobilität, ist ein Nachrüstset, dass herkömmliche Fahrräder mit Navigationssystem, Blinklicht, Musikplayer, Fitnesstracker und Diebstahlschutz ausrüstet.

Kategorie: Energie

Mit GasLink, dem Preisträger in der Kategorie Energie, lassen sich die Stände in Gastanks über das Internet überwachen.

Kategorie: Sicherheit

M2M Intelligence, der Sieger im Bereich Sicherheit, ist eine sichere Plattform für den Betrieb von IoT/M2M-Anwendungen.

Kategorie: Gesundheitswesen

Onköl, der Gewinner unter den Lösungen aus dem Gesundheitswesen, überwacht die Vitalparameter von alten oder kranken Menschen und ruft bei Problemen um Hilfe.

Kategorie: Connected Home

Allthings Home ist der Preisträger in der Kategorie „vernetztes Heim“ und zielt darauf ab jede Wohnung mit einer eigenen App auszurüsten [5] [6].

 

Quellen

[1] netzwelt: BlackBerry MWC2015: Apps für iOS, Android und Samsungs Knox

[2] engadget: Samsung Pay: Mobiles Bezahlen mit dem Galaxy S6

[3] computerwoche: Good sichert jetzt auch Wearables ab

[4] golem.de: PrivateOS 1.1 führt virtualisierte Container ein

[5] innovationworldcup.com: IoT/M2M

[6] heise.de: MWC: Weltmeister des Internet der Dinge gekührt

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